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HOCHTAUNUSKREIS – DER KREISAUSSCHUSS
GESUNDHEITSDIENSTE

Landratsamt Postfach 1941 61289 Bad Homburg v. d. Höhe Hepatitis
Unter dem Begriff Hepatitis versteht man Erkrankungen, die mit einer Entzündung der Leber und Leberzel schädigung einhergehen. Die stark verbreitete Hepatitis kann durch Viren, Bakterien, Protozoen, Parasiten, toxische Sub-stanzen, Arzneimittel oder Alkohol hervorgerufen werden. Im Folgenden sol nur auf die durch primär die Leber infizierenden (hepatotropen) Viren hervor-gerufene Hepatitis eingegangen werden. Gegenwärtig werden 5 Hepatitisformen unterschieden: Hepatitis A , B , C , D , E .
Bei dem noch nicht allzu lange bekanten 6. Hepatitis-Virus, dem Hepatitis G-Virus, mit HGV ab-gekürzt, ist noch nicht klar, welche klinische Relevanz der Erreger hat und ob er überhaupt hepatotrop - also leberschädigend - ist. Die Erreger dieser Infektionen gehören zu unterschiedlichen Virusfamilien und besitzen entwe-der ein DNA- oder RNA-Genom. Der Übertragungsweg ist parenteral (d.h. unter Umgehung des normalen Nahrungsaufnahmewegs) oder fäkal-oral. Die 5 Hepatitisformen unterscheiden sich hinsichtlich der Schwere der akuten Hepatitis, der Entwicklung fulminanter (schwerer) oder chronischer Hepatitis sowie der epidemiologischen Verteilung. Während Hepatitis A und E im allgemeinen mild verlaufen und ohne Komplikationen ausheilen, können Infektionen mit dem HBV, HCV und HDV zu chronischen Verläufen führen. Rechtliches
Nach dem Infektionsschutzgesetz sind bei einer akuten Hepatitis (alle Erreger) der Krankheits-
verdacht, die Erkrankung und der dadurch hervorgerufene Tod namentlich zu melden. Weiterhin
besteht für alle Nachweise der Hepatitiserreger A, B, C, D und E eine namentliche Meldepflicht.
Für den Erreger der Hepatitis C besteht eine namentliche Meldepflicht nur, sofern nicht bekannt
ist, dass eine chronische Infektion vorliegt.
Übersicht
Hepatitis
Übertragung
Hauptrisiko
Inkubationszeit 12 und 50 30 - 180 Tage
akuter Verlauf
mit Ausheilung
fulminante
(lebens-
bedrohliche)
Hepatitis
chronischer
Leberzirrhose
* Superinfektion = Infektion mit HDV bei bereits bestehender Hepatitis B; im Gegensatz dazu verläuft-
die Hepatitis D bei Simultaninfektion (=gleichzeitiger Infektion) mit HBV wie die Hepatitis B.
** i.v.-Drogen = intravenöser Drogenkonsum, also in Form von "Spritzen"
Hepatitis A,
(Hepatitis epidemica)
Zusammenfassung
Die Hepatitis A ist eine akut und meistens harmlos verlaufende Infektionserkrankung, die unter mangelnden hygieni-
schen Bedingungen häufig auftritt. Krankheitsauslöser ist das Hepatitis-A-Virus, das fäkal-oral übertragen wird. Nach
einer Inkubationszeit von 12-50 Tagen kommt es zu Durchfall, Abgeschlagenheit sowie Kopf- und Gliederschmerzen.
In manchen Fällen folgt ein zweites Krankheitsstadium mit den Zeichen einer Gelbsucht (=Ikterus). Die Sterblichkeit
liegt insgesamt bei 0,1-1% der Fälle, es gibt aber keine chronischen Verläufe. Eine durchgemachte Hepatitis A hinter-
lässt eine lebenslange Immunität. Es gibt kein Medikament gegen die Erkrankung. Zur Prophylaxe wird generell die
aktive Schutzimpfung empfohlen. Daneben sollten hygienische Vorsorgemaßnahmen eingehalten werden.
Krankheitserreger
Das Hepatitis-A-Virus (HAV) ist ein einzelsträngiges nacktes RNA-haltiges-Virus der Familie Picorna-Viridae.
Übertragung und Vorkommen
Das Virus wird fäkal-oral übertragen, die Übertragung findet häufig bei schlechten hygienischen Verhältnissen statt.
Dadurch tritt die Hepatitis A vor allem im Mittelmeerraum, in Südamerika und im Orient besonders häufig auf, insge-
samt kommt sie aber weltweit vor. In Entwicklungsländern ist die Durchseuchung sehr hoch, in Deutschland sind nur
5-30% der unter 30jährigen anti-HAV-positiv.
Die Aufnahme der Viren erfolgt über kontaminiertes Wasser oder Lebensmittel wie Muscheln, Austern, gedüngtes
Gemüse und Salate. Die Übertragung durch Blut, Blutprodukte oder Sexualkontakte ist sehr selten.
Inkubationszeit
Die Inkubationszeit beträgt zwischen 12 und 50 Tagen.
Symptome
Im mehrtägigen Vorerkrankungsstadium (Prodromalstadium) kommt es zu Abgeschlagenheit z.T. mit Kopfschmerz,
Appetitlosigkeit, Durchfall, Muskel- und Gelenkbeschwerden sowie Hautrötungen. Es folgen die typischen Symptome
wie Dunkelfärbung des Urins, Stuhlentfärbung und Gelbfärbung von Haut und Augen (Ikterus), eventuell auch Fieber.
Diese klinischen Symptome können auch komplett fehlen. Nach vier bis sechs Wochen klingen in der Regel die
Krankheitssymptome ab.
Diagnose
Die Diagnose erfolgt über den Nachweis von spezifischen Antikörpern gegen HAV (anti-HAV-IgM und -IgG) im Blut.
Prognose
Im Allgemeinen verläuft die Erkrankung mild und heilt aus. Ein protrahierter (verlängerter) Verlauf ist selten; extrem
schwer verlaufende (fulminante) Erkrankungen sind noch seltener. Dabei liegt der Anteil an tödlichen Ausgängen bei
0,1-1% der Fälle. Die Hepatitis A verläuft nie chronisch. Eine durchgemachte Infektion hinterlässt eine lebenslange
Immunität.
Therapie
Es gibt (bis jetzt) kein Medikament gegen das Hepatitis-A-Virus. Während der akuten Phase darf kein Alkohol getrun-
ken werden. Außerdem sollten je nach Schweregrad körperliche Anstrengungen vermieden oder Bettruhe eingehalten
werden.
Vorbeugung
Die Vorbeugung erfolgt durch Impfung: Die aktive Immunisierung mit einem Totimpfstoff, z.B. Havrix, ist generell für
Reisen in Risikogebiete zu empfehlen und besteht aus zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen sowie der dritten
Impfung nach 6-12 Monaten. Sie führt zu hoher anti-HAV-Antikörperantwort und zu einem Impfschutz für fünf Jahre.
Die passive Immunisierung mit menschlichem Immunglobulin ist bei sehr kurzfristig benötigter Immunität, z.B. einer
spontanen Fernreise, einzusetzen. Menschliches Immunglobulin wird aus Spenderblut hergestellt, wodurch eine In-
fektion mit z.B. HIV dabei trotz großer Vorsichtsmaßnahmen nie gänzlich auszuschließen ist. Zur Vorbeugung sollten
auch allgemeine hygienische Maßnahmen eingehalten werden. Es empfiehlt sich, Leitungswasser nicht zu trinken
(Achtung Falle: Eiswürfel!) bzw. Wasser abzukochen und damit Gemüse gut zu waschen. Obst sollte man schälen.
Rechtliches
Nach dem Infektionsschutzgesetz sind bei einer akuten Hepatitis A der Krankheitsverdacht, die Erkrankung und der
dadurch hervorgerufene Tod namentlich zu melden. Weiterhin besteht für alle Nachweise des Hepatitiserregers A ei-
ne namentliche Meldepflicht.
Hepatitis B
Zusammenfassung
Die Hepatitis B ist die zweithäufigste Form der Virushepatitis, wobei in Deutschland etwa 0,5% der Bevölkerung infi-
ziert sind. Sie wird durch das Hepatitis-B-Virus ausgelöst und ist weltweit verbreitet. Die Infektion erfolgt über Blut und
Blutprodukte, durch ungeschützten Geschlechtsverkehr sowie von der Mutter auf das ungeborene Kind. Im Anfangs-
stadium ist der Verlauf meist mild ähnlich der Hepatitis A. Die Gefahr besteht im Übergang in eine chronische Hepati-
tis, der in ca. 10% erfolgt und nach langjährigem Verlauf zu einer Leberzirrhose oder zu Leberkrebs führen kann. Die
Diagnose erfolgt durch spezielle Bluttests. Zur Therapie werden Interferon-Alpha und seit kurzem auch Virostatika
(=Mittel gegen Viren) eingesetzt. Zur Vorbeugung werden die Schutzimpfung und allgemeine Vorsichtsmaßnahmen
empfohlen.

Krankheitserreger
Das Hepatitis-B-Virus (HBV) ist ein doppelsträngiges, umhülltes DNA-Virus aus der Familie der Hepadna-Viridae.

Übertragung und Vorkommen
Die Übertragung erfolgt horizontal, also parenteral über Blut und Blutprodukte oder durch Sexualkontakt, und vertikal
von der Mutter auf das ungeborene Kind. Bei Vorhandensein von hohen Virustitern im Blut ist auch eine Übertragung
durch Intim- und Haushaltskontakte (Zahnbürste, Rasierapparat) möglich. Wegen der ca. 100-mal höheren Infektiosi-
tät als HIV ist auch eine Übertragung durch Küssen u.ä möglich. Bei Drogenabhängigen häufigste Übertragung durch
HBV-kontaminierte Spritzen. Die Hepatitis B ist die zweithäufigste Form der Hepatitis und ist weltweit verbreitet. In der
BRD sind ca. 0,5% der Bevölkerung HBsAg-Träger und damit infektiös.

Inkubationszeit
Die Inkubationszeit beträgt ein bis sechs Monate.

Symptome
Im mehrtägigen Vorerkrankungsstadium (Prodromalstadium) kommt es zu Abgeschlagenheit z.T. mit Kopfschmerz,
Appetitlosigkeit, Durchfall, Muskel- und Gelenkbeschwerden sowie Hautrötungen. Im Anschluss erstreckt sich das kli-
nische Spektrum der Hepatitis B vom subklinischen, also milden Verlauf bis zur akuten Gelbfärbung von Haut und
Augen (=Ikterus). Der Verlauf ist in ca. 1% fulminant, also extrem schwer. Die klinische Manifestation ist im Wesentli-
chen abhängig vom Alter und Immunstatus des Patienten.

Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch Nachweis von HBV-Antigenen (HBsAg, HBeAg) sowie Antikörpern im Blut mittels Enzy-
mimmunoassays sowie durch Nachweis des Virusgenoms (HBV-DNA) mittels Hybridisierung.

Prognose
Bei infizierten Neugeborenen und Kindern unter 1 Jahr verläuft die Infektion chronisch und anfänglich meist asymp-
tomatisch. Bei Erwachsenen verlaufen bis zu 10% chronisch. Der Übergang in eine Leberzirrhose und in ein Leber-
zellkarzinom ist möglich. Die Latenzzeit zwischen Infektion und Auftreten von Leberzellkarzinom beträgt ca. 20 - 40
Jahre.

Therapie
Zur Behandlung wird Interferon-Alpha (anhaltende Viruselimination bei ca. 40% der Behandelten) eingesetzt. Seit
kurzem existieren auch neue Therapieansätze mit sog. Nukleosidanaloga wie Famciclovir und Lamivudine mit hoher
Ansprechrate.

Vorbeugung
Die Vorbeugung erfolgt durch Impfung: Der Hepatitis B-Impfstoff wird auf der Basis von rekombinantem HBsAg, ver-
einfacht also HB-Viren, hergestellt. Die generelle Immunisierung von Kleinkindern (ab 5. Monat) bzw. Jugendlichen ab
13. Lebensjahr wird empfohlen bzw. in einigen Bundesländern bereits eingeführt. Daneben besteht die Möglichkeit ei-
ner passiv-aktiven Immunisierung nach Nadelstichverletzungen. Siehe auch Rubrik Impfungen . Daneben sind vor-
beugend auch allgemeine Vorsichtsmaßnahmen wie geschützter Geschlechtsverkehr und Schutz vor Blutkontakt vor
allem für medizinisches Personal und Drogenabhängige einzuhalten.
Rechtliches
Nach dem Infektionsschutzgesetz sind bei einer akuten Hepatitis B der Krankheitsverdacht, die Erkrankung und der
dadurch hervorgerufene Tod namentlich zu melden. Weiterhin besteht für alle Nachweise des Hepatitiserregers B ei-
ne namentliche Meldepflicht.
Hepatitis C
Zusammenfassung
Die Übertragung der Hepatitis C erfolgt in erster Linie über Blut und Blutprodukte. Sie ist die häufigste Form der Post-
transfusionshepatitis, also einer Hepatitis als Folge einer Bluttransfusion. Nach einer Inkubationszeit von 4-12 Wo-
chen kommt es in etwa 30% zu einer akuten Hepatitis. Die übrigen 70% resultieren in einem chronischen Verlauf und
können langfristig zu Leberzirrhose oder Leberkrebs führen. Die Diagnose erfolgt durch spezielle Bluttests. Durch neu
entwickelte Medikamente liegen die Heilungschancen bei etwa 50%. Der Vorbeugung dienen allgemeine Maßnahmen
wie bei Aids oder Hepatitis B. Eine Impfung existiert derzeit noch nicht.

Krankheitserreger und Vorkommen
Das Hepatitis-C-Virus (HCV) ist ein einzelsträngiges, umhülltes RNA-Virus, das vorläufig als Hepati-Virus der Familie
Flavi-Viridae zugeordnet wird. Das Virus wurde erst im Jahre 1989 identifiziert. Vorher wurde diese Erkrankung als
Hepatitis "Non A und Non B" bezeichnet. Zur Zeit sind mindestens 6 Genotypen ( Die Einteilung beruht auf Sequenz-
unterschieden) des HCV bekannt. In Deutschland und Europa sind es vor allem die Typen 1, 2 und 3, wobei Subtyp
1b die höchste Prävalenz hat. Bei Drogenabhängigen i.d.R. Typ 3.

Übertragung
Die Übertragung erfolgt überwiegend über Blutkontakte z.B. durch Bluttransfusionen oder Gabe von Blutprodukten,
bei intravenösen (i.v.) Drogensüchtigen vor allem über kontaminierte Spritzen. Das Risiko einer Übertragung durch In-
timkontakt oder vertikal (Mutter -> Kind) ist zwar gering, aber nicht auszuschließen. So lag bei Ehepartnern, bei denen
ein Partner infiziert war, das Risiko in den ersten Jahren im Prozentbereich, stieg aber nach z.B. 20 jähriger Ehe auf
ca. 50% an. Im Fall einer Mutter-Kindübertragung liegt ein erhöhtes Risiko bei einer Koinfektion mit HIV vor. Bei ca.
50% der Infizierten ist der Übertragungsweg unbekannt.
Durchseuchung
Ca. 0,3% der Blutspender der BRD sind mit HCV chronisch infiziert; bei i.v. Drogensüchtigen bis zu 80%. Weitere Ri-
sikogruppen: Hämophiliepatienten, Dialysepatienten, Transplantatempfänger. In der Bundesrepublik Deutschland sind
insgesamt zwischen 500.000 und 800.000 Menschen mit diesem Virus infiziert.
Inkubationszeit
Die Inkubationszeit beträgt 4 - 12 Wochen.

Symptome
Bei der Mehrzahl verläuft die Infektion anikterisch (ohne Gelbwerden) mit unspezifischen Symptomen oder komplett
ohne Symptome. Bei akuter Hepatitis sind häufig gering erhöhte Transaminasenwerte festzustellen, fulminante Ver-
läufe sind selten. Mehr als 50% der Infizierten entwickeln chronische Formen, z. T. mit extrahepatischen Ausprägun-
gen, wie Polyarthritis (Entzündungen mehrerer Gelenke), Vaskulitis (Gefäßentzündung) oder Glomerulonephritis (Ent-
zündung der Nierenkörperchen).

Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch Nachweis virusspezifischer Antikörper gegen Struktur- und Nichtstrukturproteine mittels
Enzymimmunoassays und Immunoblots sowie durch Nachweis von Teilen des Virusgenoms (HCV-RNA) mittels Po-
lymerasekettenreaktion (PCR).

Prognose
Ein akuter Verlauf mit Ausheilung findet sich bei ca. 30% der Infizierten. In den restlichen Fällen kommt es zu chroni-
schen Verläufen, die sich klinisch häufig uncharakteristisch und mild mit wechselnden Transaminasenerhöhungen zei-
gen. Langfristig entwickeln ca. 20% der Fälle eine Leberzirrhose, z. T. mit Übergang ins Leberzellkarzinom. Durch
verbesserte Therapiemöglichkeiten haben sich in letzter Zeit die Prognosen für eine Heilung deutlich verbessert.

Therapie
Die Behandlung mit Interferon Alpha führt nur bei ca. 25% der Patienten mit chronischer Hepatitis C zur Normalisie-
rung der Transaminasen und anhaltender Virusentfernung. Das Ansprechen auf die Therapie hängt u.a. auch vom
Genotyp ab, Virustyp 1b reagiert besonders schlecht. Seit Mai 1999 ist der Wirkstoff Ribavirin mit dem Handelsnah-
men Rebetol auch in Deutschland zugelassen. Eine gut abgestimmte Kombinationstherapie von Ribavirin zusammen
mit Interferon hat die Heilungschancen auf ca. 50% erhöht.

Vorbeugung
Es existiert keine Impfung gegen Hepatitis C. Daher sind vorbeugend in erster Linie allgemeine Vorsichtsmaßnahmen
wie geschützter Geschlechtsverkehr und Schutz vor Blutkontakt vor allem für medizinisches Personal und Drogenab-
hängige einzuhalten.

Rechtliches
Nach dem Infektionsschutzgesetz sind bei einer akuten Hepatitis C der Krankheitsverdacht, die Erkrankung und der
dadurch hervorgerufene Tod namentlich zu melden. Eine namentliche Meldepflicht für den Nachweis des Erregers
besteht nur dann, wenn nicht bekannt ist, ob eine chronische Infektion mit dem Erreger vorliegt.
Hepatitis D
Krankheitserreger
Das Hepatitis-D-Virus (HDV) ist ein defektes einzelsträngiges RNA-Virus, das für die Infektion von Leber-
zel en die Hülle des Hepatitis B-Virus benötigt. Die Hepatitis D tritt somit stets mit der Hepatitis B zusam-
men auf.

Übertragung
Die Übertragung erfolgt durch Blut oder Blutprodukte, seltener durch Intim- oder Schleimhautkontakt.

Vorkommen und Durchseuchung
Die Hepatitis D ist in der BRD sehr selten und im wesentlichen auf Risikogruppen beschränkt, vor allem
drogenabhängige HBsAg-Träger sind betroffen.
Inkubationszeit
Die Inkubationszeit beträgt ca. 3 - 7 Wochen.
Symptome
Nach dem Auftreten unspezifischer Voranzeichen wie Müdigkeit und Übelkeit kommt es in der Folge zu
Gelbwerden (Ikterus) und Transaminasenanstieg. Man unterscheidet zwei Arten von Infektionen, die auch
im klinischen Verlauf voneinander abweichen: 1. Die gleichzeitige Infektion von HDV und HBV wobei der
Verlauf analog dem der Hepatitis B ist. 2. Die Superinfektion, also eine spätere Infektion bei einer bereits
bestehenden Hepatitis B-Infektion mit HDV, die zu schweren Verläufen mit Chronizität in 70 - 90% der
Fälle führt.
Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch spezielle Blutuntersuchungen zum Nachweis von Anti-HDV-Antikörpern (IgM
und IgG) bzw. von HDV-RNA mittels Hybridisierung oder PCR oder auch durch Nachweis von HDV-
Antigen in Lebergewebe mittels Immunfluoreszenz.
Prognose
Die Superinfektion mit HDV führt häufig zu schweren Verläufen mit hoher Letalität.
Therapie
Die Behandlung erfolgt mit Interferon Alpha, wobei die Langzeitansprechrate mit Verschwinden der Virus-
vermehrung unter 20% liegt.
Vorbeugung
Eine Impfung gegen Hepatitis B verhindert auch die Infektion mit HDV. Bei chronischen HBsAg-Trägern
ist eine Vorbeugung durch Impfung jedoch nicht mehr möglich.
Rechtliches
Nach dem Infektionsschutzgesetz sind bei einer akuten Hepatitis D (zusammen mit Hepatitis B) der
Krankheitsverdacht, die Erkrankung und der dadurch hervorgerufene Tod namentlich zu melden. Weiter-
hin besteht für alle Nachweise des Hepatitiserregers D eine namentliche Meldepflicht.
Hepatitis E
Krankheitserreger
Das Hepatitis-E-Virus (HEV) ist ein einzelsträngiges RNA-haltiges Virus ohne Hül e, das vorläufig in die
Familie Caliciviridae eingeordnet wurde.
Übertragung
Die Übertragung erfolgt fäkal-oral, vor allem über kontaminiertes Trinkwasser. Langzeitausscheider stel en
möglicherweise ein Virusreservoir dar. Die Übertragung von Mensch zu Mensch scheint sehr selten; eine
Übertragung im Mutterleib ist wahrscheinlich verbunden mit perinataler (vor der Geburt) Morbidität und Le-
talität.
Vorkommen
In tropischen und subtropischen Ländern ist das HEV für mehr als 50% der akuten Fälle verantwortlich.
Epidemische aber auch sporadische Formen kommen vor al em in Entwicklungsländern vor. Akute HEV-
Infektionen sind in Europa sehr selten - wenn sie auftreten, sind sie oft durch Emigranten importiert wor-
den oder sie wurden bei Reisen in Endemiegebiete erworben. Dabei handelt es sich vor al em um Indien,
Pakistan, Teile von Asien und Mexiko.
Symptome
Die klinischen Symptome ähneln denen der Hepatitis A, i. d. R. klingen sie 6 Wochen nach Erkrankungs-
beginn wieder ab. Subklinische Verläufe sind bei Kindern häufig. Fulminante (schwere) Verläufe mit hoher
Letalität kommen vor al em bei Schwangeren vor, chronische Verläufe sind dagegen unbekannt.
Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch speziel e Blutuntersuchungen zum Nachweis von HEV-Antikörpern (IgM und
IgG) und/oder von viraler Nukleinsäure mittels PCR.
Prognose
In den meisten Fäl en heilt die Hepatitis E ohne Folgeschäden aus. Die Sterblichkeit (=Letalität) liegt zwi-
schen 0,5 und 3% in der Normalbevölkerung; bei infizierten Schwangeren beträgt sie jedoch bis zu 20%
und führt zu häufigen Spontanaborten im Frühstadium der Schwangerschaft.
Therapie
Derzeit gibt es kein Medikament gegen das HEV.
Prophylaxe
Es existiert noch keine Impfung gegen Hepatitis E. Die Vorbeugung erfolgt also durch sorgfältige Hygiene
wie Abkochen des Trinkwassers und keine Früchte zu essen, die man nicht schälen kann.
Rechtliches
Nach dem Infektionsschutzgesetz sind bei einer akuten Hepatitis E der Krankheitsverdacht, die Erkran-
kung und der dadurch hervorgerufene Tod namentlich zu melden. Weiterhin besteht für alle Nachweise
des Hepatitiserregers E eine namentliche Meldepflicht.
Hepatitis G
Krankheitserreger
Das Hepatitis-G-Virus (HGV) ist ein einzelsträngiges RNA-Virus, das zur Gruppe der Flaviviridae gehört.
Übertragung
Die Übertragung erfolgt durch Blut und Blutprodukte. Bei der Geburt kann eine Übertragung von der Mut-
ter auf ihr Kind erfolgen.
Vorkommen
Weltweit sind ca. 1,5-3% der Bevölkerung infiziert. Etwa 80% al er mit Hepatitis C infizierten, intravenös
injizierenden Drogenabhängigen sind mit Hepatitis G infiziert.
Inkubationszeit
Die Inkubationszeit beträgt 4-12 Wochen.
Symptome
Zur Zeit sind keine Symptome, die durch HGV ausgelöst werden, bekannt.
Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch speziel e Blutuntersuchungen zum Nachweis von HGV-Antikörpern (IgM und
IgG) und/oder von viraler Nukleinsäure mittels PCR.
Prognose
Das Hepatitis-G-Virus ist erst vor kurzem entdeckt worden. Die Suche und Diskussion nach bzw. über
krankmachende Wirkungen sind derzeit in vollen Gange. Ob das Virus überhaupt als Hepatitisvirus ange-
sehen werden kann, ob es also hepatogen ist, ist umstritten. Die Mehrzahl der HGV infizierten Personen
haben keine Krankheitssymptome und auch keine Leberentzündung (Hepatitis). Es wird u.a. diskutiert, ob
das Virus für das Auftreten einer fulminanten Form der Hepatitis verantwortlich oder mitverantwortlich ist.
Therapie
Da eine krankmachende Wirkung nicht bekannt ist, gibt es keine Grundlage für eine Therapie.
Prophylaxe
Es existiert noch keine Impfung gegen Hepatitis G.
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Source: http://htk.egotec.net/htkmedia/B%C3%BCrgerservice/Formulare/50_80+Beratung+bei+Infektionskrankheiten/Merkbl%C3%A4tter+_+weitere+Empfehlungen/Hepatitis-p-3358.pdf

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